Olaf Scholz in den USA: Das diplomatische Unwort

In Washington wollte Olaf Scholz Zweifel an Deutschland ausräumen. Es gelang - bis auf einen Punkt. Denn Scholz vermeidet, das Wort Nord Stream 2 in den Mund zu nehmen. Doch er hat Glück - US Präsident Joe Biden spricht dem Kanzler das Vertrauen aus.

Im East Room, am späten Montagnachmittag in Washington DC, sehen die Dinge für den Kanzler plötzlich günstig aus. Es bestehe "überhaupt, gar kein Zweifel" an der Verlässlichkeit Deutschlands, betonte da Joe Biden. Deutschland sei "einer der wichtigsten Verbündeten weltweit".

Es war ein Satz, wie ihn sich Olaf Scholz gewünscht hatte.

Der Westen müsse mit einer Stimme sprechen, so betonte er mehrfach, nur so könne man Russland glaubwürdig entgegentreten und nur so werde man nicht gegeneinander ausgespielt. Fast könnte man meinen, das Kanzleramt hätte das Statement beim Weißen Haus bestellt - wenn es nur eben so einfach ginge.

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