Neubaustrecke Bielefeld-Hannover: Nicht in meinem Vorgarten

 © dpa

Sicher. Sauber. Klimafreundlich. Alle Parteien versprechen den Ausbau der Bahnstrecken, beim Klimaschutz ist die Bahn das Vorzeige-Transportmittel. Doch wenn es konkret wird, wird es schwer.

Wenn die Planer der Deutschen Bahn dürften, wie sie wollten, würden sie eine gerade Linie ziehen zwischen Bielefeld und Hannover.

Und bauen.

Mit einem modernen ICE der neuesten Generation kämen Passagiere dann mit Tempo 300 von der Ostwestfalen-Metropole in die niedersächsische Landeshauptstadt. Fahrtzeit: 31 Minuten.

Heute braucht ein ICE knapp 50 Minuten. Die alte Strecke erlaubt es nicht anders.

Eine neue ICE-Trasse zwischen den beiden Städten könnte also das Pendeln auf einer der wichtigsten Strecken Deutschlands beschleunigen.

Von Köln nach Berlin könnten Zugreisende dann in 3.30 Stunden gelangen. Heute sind es 4:25 Stunden.

Es wäre eine echte Alternative zum Flugzeug.

Doch all das ist nur Theorie.

Denn vor Ort gibt es bereits erste Bürgerinitiativen und auch in der Politik Bedenken gegen den Neubau der Strecke. Die SPD-Bundestagsabgeordneten Achim Post und Wiebke Esdar machen intern mobil gegen eine neue Trasse, sie wollen lieber den Ausbau der bestehenden Linie prüfen lassen.

Es geht nach dem Motto “Not in my backyard”. Oder anders: Nach dem Sankt-Florians-Prinzip.

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