Erpresserangriffe im Netz: BSI-Chef Schönbohm: "Kein Lösegeld zahlen"

Arne Schönbohm leitet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Ein Job, der dem Cyberexperten reichlich Anlass zur Sorge gibt. Im Interview erzählt Schönbohm, was hinter der zunehmenden Anzahl von Erpressungsattacken im Netz steckt - und wie gefährdet die Bundestagswahl ist.

Herr Schönbohm, FBI-Chef Christopher Wray meint, erpresserische Hackerangriffe stellten für die Sicherheitsbehörden eine ähnlich große Herausforderung dar wie der Umgang mit dem Terror vom 11. September 2001. Hat er recht?

Schönbohm: Der 11. September war ein singulärer, unfassbarer Terroranschlag mit Tausenden Toten. Die Bedrohung durch Ransomware ist anders gelagert. Ich vergleiche sie lieber mit dem Plot von Mafia-Filmen: Da geht jemand zum Italiener um die Ecke und droht: Du zahlst oder wir verwüsten deinen Laden. Wir haben es mit Schutzgelderpressung zu tun, nur eben in der digitalen Welt. Ein Geschäftsmodell, das einfach ist und daher stark wächst.

Welche Ausmaße haben Ransomware-Attacken erreicht?

Schönbohm: Das ist schwer zu sagen, da der Großteil der Schäden nicht gemeldet wird.

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