Schule in der Corona-Pandemie: Hochrisikogruppe Lehrer?

 © dpa

Warum es schwierig wird in Deutschland den regulären Schulbetrieb wiederaufzunehmen und warum man das auch schon vorher hätte wissen müssen.

Altkanzler Schröder hat sich in seinem Podcast „Die Agenda“ am 7. Juli korrigiert: Lehrer seien gar nicht, wie er es früher „ein bisschen überzogen“ formuliert hatte, „faule Säcke“. Er habe sich mittlerweile eines Besseren belehren lassen. Eine überraschende Aussage, denn in den letzten Wochen waren die Angriffe auf Lehrer teilweise drastisch: Lehrer, so wurde berichtet, verschanzten sich bei vollen Bezügen und unkündbarem Beamtenstatus in ihren Wohnungen. Gleichzeitig seien die, die sich nicht selbst als “Hochrisikogruppe“ einstuften noch nicht einmal in der Lage gewesen, sich für technisch ambitionierte Unterrichtssettings – etwa per Zoom – fit zu machen. Wurde doch Fernunterricht angeboten, dann seien bestenfalls ein paar eingescannte Lehrbuchseiten oder abfotografierte Arbeitsblätter per E-Mail an die Schüler verschickt worden.

Aber was ist tatsächlich zu halten von einem Berufsstand, der sich in der Coronakrise per SMS zur Hochrisikogruppe erklärte und vom Job abmeldete? Und wieviel Vorurteile und Wahrheiten stecken in den abfälligen Urteilen, die sich mit jeder Woche, die die Schulschließungen andauerten, verschärften? Gibt es empirische Informationen über die Belastungen im Klassenzimmer?

Weiterlesen?Join ThePioneer!

Werden Sie jetzt Pioneer und erhalten Sie Zugang zu allen journalistischen Inhalten und unserem Medienschiff ThePioneer One.

Ich komme an Bord

Schon Pioneer?

In der Mitgliedschaft enthalten
Lädt...