Gastbeitrag von Elisabeth Motschmann : Neue Frauen braucht die Politik

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Geschlechtergerechtigkeit gibt es in der Politik nicht. Der Frauenanteil im Parlament ist wieder einmal kaum gestiegen. Der Beruf muss dringend attraktiver für Frauen werden - dazu braucht es ein Umdenken auch bei den Männern.

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Diese Binsenweisheit gilt besonders für Frauen. Sie sind erneut Verliererinnen der Wahl.

Nur 34,7 Prozent Frauen im Deutschen Bundestag ist kein nennenswerter Fortschritt gegenüber den 31 Prozent in der vergangenen Wahlperiode.

Verursacht wird dieses schlechte Ergebnis insbesondere von CDU/CSU, FDP und AfD. Das ist blamabel 100 Jahre nachdem das Frauenwahlrecht mühsam erkämpft wurde.

Von der AfD war nichts anderes zu erwarten. Diese Partei gibt sich mit 13 Prozent Frauen in ihrer Fraktion zufrieden. Parität lehnen sie grundsätzlich ab.

Anders aber bei CDU/CSU und FDP – diese Parteien haben zumindest den Anspruch und das Ziel, den Frauenanteil zu erhöhen.

Das betonen sie seit Jahren in ihren Wahlprogrammen und Reden. Aber auch hier gilt: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Aber die Früchte sind leider alles andere als überzeugend.

Nur 23 Prozent weibliche Abgeordnete bei CDU und CSU und 24 Prozent für die FDP? Deutlich besser ist der Frauenanteil in der SPD-Fraktion (42 Prozent), bei Bündnis90/ die Grünen (58 Prozent) und bei der Linken (54 Prozent).

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