Fotostrecke: Die Pioneer One im Foto-Starschnitt, Teil 1

 © Anne Hufnagl | ThePioneer

Die Pioneer One ist nicht nur technisch ein kleines Meisterwerk, sondern auch optisch. Wie genau funktioniert das Schiff aus fotografischer Sicht? Und: Welches Feature treibt mich manchmal in den Wahnsinn?

Als Fotografin und quasi visuelle Chronistin der Pioneer One kenne ich das Redaktions- und Medienschiff, die schwimmende Heimat von ThePioneer mittlerweile fast besser als meine eigenen vier Wände (auf der Pioneer One weiß ich zum Beispiel ganz genau, wo die Rettungswesten liegen. Die müsste ich daheim erst suchen). In der folgenden Fotostrecke nehme ich Sie mit auf einen kleinen Rundgang zu meinen liebsten Schiffsansichten und zu einigen bisher nie gezeigten Orten und Gimmicks an Bord.

Schiff mit Style - Die Pioneer One von außen

"Anne, das Schiff hat Deine Lieblingsfarben, guck's Dir mal an!". Diese Nachricht meines Freundes Gordon Repinski, stv. Chefredakteur von ThePioneer, hielt ich anfangs für einen Scherz. Bis ich die Pioneer One zum ersten Mal sah und vor Freude ein bisschen gequietscht habe. Nicht genug, dass ThePioneer sich wirklich ein Redaktionsschiff gebaut hatten und damit auf der Spree auf und ab fuhren - sie hatten das Schiff auch bunt gemacht. In Lila- und Pinktönen, genauer gesagt. Mein Fotografinnenherz war sofort verknallt.

Die Pioneer One an einem der Berliner Innenstadtanleger am Schiffbauerdamm © Anne Hufnagl | ThePioneerAuch nachts macht das Schiff mit seinem LED-Band eine gute Foto-Figur. © Anne Hufnagl | ThePioneerFür Events fährt das Schiff die verschiedensten Anleger an - für Fotos also immer wieder spannend. Eines meiner Lieblingsbilder ist dieses, entstanden am Anleger der Pfaueninsel. © Anne Hufnagl | ThePioneerDie Pioneer One am Anleger der geschichtsträchtigen Glienicker Brücke. © Anne Hufnagl | ThePioneer

Es werde Licht. Und zwar Knallbuntes.

Die meisten Fotografen haben etwas, das ihre Bilder unverkennbar macht. In meinen Fotos sind das die kräftigen Farben. Mit "Nicht ganz psychedelisch, aber doch so, als hätte man am Kleber mal geschnüffelt", beschrieb das kürzlich jemand.

Die Lichtsteuerung im Schiff erfolgt per Panel oder per App. © Anne Hufnagl | ThePioneerUnd nun stellen Sie sich vor, wie ich geguckt habe, als ich erfuhr, dass sich sämtliche Lichter und Lampen an Bord der Pioneer One nach Belieben steuern lassen - und zwar nicht nur deren Helligkeit, sondern mittels einer RGB-Skala gibt es die komplette Beleuchtung in nahezu unendlich vielen Farbvarianten. Einstellbar per App, vom Fotografinnenhandy aus. Zack! Schon wieder verknallt. Wer die Wahl hat, hat allerdings auch die Qual: Zu entscheiden, welches Licht mir für welche Fotosituation das liebste ist, treibt mich manchmal auch an den Rand der Verzweiflung.

Die Schiffsbeleuchtung ist stufenlos in allen Farben und Helligkeiten steuerbar - mein innerer Licht-DJ feiert bei jedem Fotoshooting. © Anne Hufnagl | ThePioneerVerschiedene Lichtvarianten, und wie ich mich immer mal wieder ermahnen muss, nicht alles in meinen Lieblingsfarben Lila und Pink auszuleuchten. © Anne Hufnagl | ThePioneerLichtinszenierung für Fotos während eines Livestream-Specials des ThePioneer-Podcasts "Race to the White House" mit Julius van de Laar, Gordon Repinski und Chelsea Spieker. © Anne Hufnagl | ThePioneerAusleuchtung während eines Talks. © Anne Hufnagl | ThePioneer

Open-Air-Fotostudio: Alle an Deck

Das Sonnendeck, bei normalem Berliner Wetter auch einfach "Deck" genannt, ist zum Arbeiten und für Events schon prima. Für Fotos aber ist es ganz einfach ein Traum. Man schippert mit Cabrio-Feeling durch die Gegend, hat Platz ohne Ende, und die Kulissen laufen links und rechts nur so vorbei. Weder mit der eindrucksvollen Architektur des Berliner Regierungsviertels, noch mit der gediegenen Naturkulisse des Wannsees, beispielsweise, macht man für Fotos etwas falsch.

Das Sonnendeck der Pioneer One bei einer Ausfahrt zum Wannsee. © Anne Hufnagl Hauptstadt-Talk mit Sigmar Gabriel und Chefredakteur Michael Bröcker vor malerischer Kulisse. Hier muss kein Hintergrund nachträglich eingebaut werden... © Anne Hufnagl | ThePioneerPeter Maffay und ThePioneer-Gründer Gabor Steingart an Deck vor dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. © Anne Hufnagl | ThePioneerGäste an Deck zum Sonnenuntergang; die kurze Brückendurchfahrt bietet einen schönen Fotorahmen.  © Anne Hufnagl | ThePioneerHauptstadt-Talk mit Manuela Schwesig und Gordon Repinski vor Berlin-Mitte-Kulisse. © Anne Hufnagl | ThePioneerDer Sonnenuntergang über dem Bundeskanzleramt (links) vom Deck der Pioneer One aus betrachtet. © Anne Hufnagl

Lieblings-Gimmick: Die Pioneer One Schiffsglocke an Deck

Die Schiffsglocke der Pioneer One hat ihre ganz eigene Magie - jeder will sie anfassen. Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer kann nicht widerstehen (zu seiner Linken und Rechten Steuermann und Kapitän der Pioneer One).  © Anne Hufnagl | ThePioneer

Crew Only: Die Küche

Natürlich gibt es an Bord des Schiffes auch eine Küche, denn zum einen haben Redakteurinnen und Redakteure (und Fotografinnen) irgendwann mal Hunger, zum anderen machen Events und Veranstaltungen auf leeren Magen nun wirklich keinen Spaß. Generell bin ich kein Fan von Essensfotos - die kleinen Kunstwerke jedoch, die Wild & Wiese, Signature-Caterer des Schiffes, immer wieder aus der Schiffsküche zaubern, sind verdammt sexy Fotomotive. Und sie schmecken auch genauso gut, wie sie aussehen...

Ab der Küchentür heißt es: Crew only. © Anne Hufnagl | ThePioneerFast zu schön, um verspeist zu werden. © Anne Hufnagl | ThePioneerNachtisch-Schiffchen - mit buntem Licht, natürlich. © Anne Hufnagl | ThePioneer

Im zweiten Teil des Pioneer One Foto-Starschnitts nehme ich Sie demnächst dann überwiegend mit unter Deck - dort gibt es nämlich noch jede Menge weiterer Foto-Features. Stay tuned!

Ihre Anne Hufnagl