Boom der politischen Gewalt

Guten Morgen,

heute vor 40 Jahren wurde der hessische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Heinz-Herbert Karry in den frühen Morgenstunden erschossen. Die bis heute nicht gefassten Täter drangen in sein Privathaus im Frankfurter Stadtteil Seckbach ein und streckten den schlafenden FDP-Politiker mit sechs Schüssen nieder.

Mit Heinz-Herbert Karry fiel zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte ein amtierender Minister einem terroristischen Mord zum Opfer.

Das Grab von Heinz-Herbert Karry in Frankfurt a.M. © imagoHeinz-Herbert Karry © imago

Was mit den RAF-Morden in den siebziger Jahren begonnen hatte, setzte sich fort. Politische Gewalt in Deutschland, die man bis dahin für ein Phänomen der Weimarer Republik gehalten hatte, wurde auch im Nachkriegsdeutschland heimisch.

  • Detlev Karsten Rohwedder wurde am 1. April 1991 in seinem Düsseldorfer Privathaus erschossen. Auch von diesen Tätern fehlt bis heute jede Spur.

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