Der überforderte Staat

Guten Morgen,

der Glaube an den Staat ist die Religion vieler Parteipolitiker. Dauernd soll er in ihrem Namen retten – das Klima vor der Erwärmung, die Armen vor der Armut, die Bürger vor dem Virus und den Kapitalismus vor seiner eigenen Gier.

In all diesen Disziplinen ist der Retterstaat nicht halb so gut, wie er glaubt. Das liegt vor allem daran, dass er die Marktwirtschaft und die in ihr handelnden Subjekte nicht versteht. Der Staat denkt mechanisch. Aber Wirtschaft lebt. Der Staat ist in Befehlsketten organisiert, die Wirtschaft als Kreislauf. Er will bewahren, sie aber bevorzugt die kreative Zerstörung.

So kommt es, dass der Staat als Investor und selbst in seiner Funktion als Aufseher und Manager immer wieder von der Wirklichkeit überrascht wird. Die Schlucht zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist größer als der Grand Canyon. Fünf Beispiele belegen die Misere:

Fall 1: Gestern zog der Bundesrechnungshof in einem 52-seitigen geheimen Gutachten zum Fall Wirecard eine verheerende Bilanz der staatlichen Aufsichtsarbeit:

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