Energie: Das Öko-Märchen

Guten Morgen,

Vorsicht Wunschdenken! In Energiefragen ist in Deutschland eine Alice-im-Wunderland-Situation entstanden: Unwidersprochen von Politik und Medien gehen weite Teile der Bevölkerung davon aus, dass mit dem Klimawandel den fossilen Brennstoffen weltweit das Totenglöckchen gebimmelt wird.

Politiker aller Couleur nähren diesen Eindruck, offenbar in der Absicht, als besonders modern zu gelten. Bayerns Ministerpräsident Söder nennt den Ausstieg aus der Kohle, der in Deutschland für das Jahr 2038 verabredet wurde, „unambitioniert“. „Deutschland muss beim Klimaschutz nachbessern“, fordert heute allen Ernstes das „Handelsblatt“. Der sächsische Umweltminister Wolfram Günther behauptet, „Investoren, Großunternehmen und Versicherer“ würden geradezu fluchtartig die Energiebasis des Industriezeitalters verlassen:

Da ist eine irre Dynamik drin.

Irre ist vor allem die Selbsttäuschung der Deutschen. Hierzulande wird links geblinkt und weltweit wird rechts abgebogen. Das zur Schau gestellte Klimabewusstsein von Politikern und Medien kontrastiert mit der Tatsache, dass die Förderung, der Verkauf und der industrielle Verbrauch fossiler Brennstoffe einem neuen Allzeithoch entgegenstrebt:

  • Die Prognose für den Strommix des Jahres 2040 sieht für Öl, Gas und Kohle einen Anteil von 62 Prozent vor. Die Erneuerbaren kommen demnach – ohne Kernenergie – auf 23 Prozent.

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