Merz 3.0

Guten Morgen,

Friedrich Merz will nicht mehr der Alte sein. Nach der zweiten Niederlage im Kampf um den CDU-Vorsitz hat er sich zur Neupositionierung seiner selbst entschlossen. Das Ergebnis dessen, was die Amerikaner political profiling nennen, war gestern im Neuköllner Estrel Hotel zu besichtigen:

Korrektur Nr. 1: Der neue Friedrich Merz tritt nicht mehr als Solist, sondern als Dirigent eines Orchesters auf. Die Spielvereinigung heißt in seinem Fall „#TEAMCDU“.

Friedrich Merz © dpa

Korrektur Nr. 2: Der neue Friedrich Merz will nicht mehr als erzkonservativ, sondern als Mann der Mitte wahrgenommen werden:

Es wird mit mir hier keinen Rechtsruck in der Union geben. Es wird auch keine Achsenverschiebung geben.

Korrektur Nr. 3: Der neue Friedrich Merz steht für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – und das gern auch demonstrativ:

Wir müssen uns so organisieren, dass es mit jungen Familien und Kindern auch möglich ist, Spitzenämter in der Politik auszuüben.

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