Thomas de Maizière: Die große Staatsreform

Guten Morgen,

das Lieblingswort der neuen Koalitionspartner heißt: Reform. Liberale, Grüne und Sozialdemokraten wollen so ziemlich alles reformieren, was in der Ära Merkel unter Denkmalschutz stand: unsere Schulen, den Wohnungsbau, die Bundeswehr, die Energiepolitik, den Bundestag und die ganz Mutigen träumen unverdrossen von einer großen Steuer- und Rentenreform.

Aber für all das braucht man einen Staat, der funktioniert. Deshalb rät der ehemalige Bundesinnen-, Verteidigungs- und Kanzleramtsminister Thomas de Maizière den Eifrigen und den Übereifrigen, sich jetzt nicht zu verzetteln. Er sagt im Morning Briefing Podcast:

Die Mutter aller Reformen ist die große Staatsreform.

Denn: Das Betriebssystem des deutschen Staates ist derart veraltet, in Teilen regelrecht verrostet, dass sich jener Apparat, der fälschlicherweise oft als „Dienstleister“ tituliert wird, in zuweilen aggressiver Weise gegen seine Bürger und ihre Wirtschaftsunternehmen richtet.

Zwei aktuelle Bücher beschreiben mit schockierender Präzision den Sachverhalt.

Thomas Heilmann und Nadine Schön präsentieren Buch "Neustaat" © picture alliance

Das eine Buch heißt „Neustaat“ und wurde von einem Autorenkollektiv rund um die CDU-Bundestagsabgeordneten Nadine Schön und Thomas Heilmann verfasst.

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