Neue Forsa Umfrage enthüllt: Vertrauenskapital: Die große Schmelze

Guten Morgen,

wenn man die Stimmung der deutschen Bevölkerung in einen Ton übersetzen könnte, dann würden wir ein lang anhaltendes, ein tiefes Grummeln hören. Das sagt Manfred Güllner, der Chef des Forsa-Instituts, das eben erst eine große Vertrauensstudie abgeliefert hat.

Die Deutschen sind nach zwei Jahren in der Pandemie weniger verängstigt als genervt. Genervt von einem Virus, das sich als Mutationsgenie erwiesen hat. Genervt von der Uneinigkeit der Wissenschaftler bei der Bekämpfung der Infektionsgefahr. Genervt vor allem aber vom Führungsstil der Politiker, die eine Impfpflicht vor den Wahlen rigoros ablehnten, sie danach mit der gleichen Rigorosität forderten und – das geneigte Publikum ahnt schon den dritten Akt des Dramas – sie dann zu den Akten legen werden.

Eine Infografik mit dem Titel: Welle nach der Welle

Anzahl Neuinfektionen in Deutschland pro Tag

Die gesammelten Autoritäten des Staates – das kommt für die Stimmung verschärfend hinzu – haben sich blamiert als sie mit fester Stimme eine „pandemische Notlage nationaler Tragweite“ im Deutschen Bundestag für beendet erklärten, just in dem Moment als die Infektionszahlen durch die Decke schossen. Das Impfen sei der Ausweg aus der Not, sagten alle Würdenträger mit ernster Miene. Und dann, passiert das:

Olaf Scholz © imago

  1. Je höher die Impfquote in Deutschland, desto turbulenter das Infektionsgeschehen. Diese Korrelation bedeutet keine Kausalität. Sie spricht auch nicht gegen das Impfen, wie einige verquer Denkende meinen, aber sie spricht gegen die apodiktischen Aussagen von Menschen, die außer einem bedeutsamen Regierungsamt und ihrem hastig angelesenen Halbwissen nicht viel zu bieten haben.

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