Cum-Ex-Affäre: Cum-Ex: Wen schützte Scholz – sich, die SPD oder Warburg?

Guten Morgen,

heute schon die leichtfertige Frage nach dem Rücktritt von Olaf Scholz in der Warburg-Affäre zu stellen, hieße, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Das würde weder dem Pferd noch dem Reiter gut bekommen. Die Anatomie des Pferdes erlaubt keine derartigen Spielereien.

Mit der Anatomie der Macht verhält es sich – in einem Rechtsstaat zumal – sehr ähnlich. Es braucht – um im Sprachbild zu bleiben – nicht nur Zweifel und Verdächtigungen, sondern Beweise, will man einen leibhaftigen Regierungschef aus dem Sattel heben.

Olaf Scholz © dpa

Doch die Fragen und Zweifel – und damit auch die begründbaren Verdächtigungen – haben in den vergangenen Tagen zugenommen. Nicht nur in Bezug auf Scholz, sondern auch mit Blick auf die großen Parteien. Hier beginnt der Auftrag der freien Presse. Die Tatsache, dass die ARD sich bis heute zu keiner Brennpunkt-Sendung im Falle dieses größten Steuerskandals hat aufraffen können, sollte nicht als Entmutigung, sondern als Aufforderung verstanden werden.

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