Ukrainischer Botschafter Andrij Melnyk: „Der Dritte Weltkrieg hat begonnen“

über die Düsternis dieser europäischen Kriegstage haben wir oft gesprochen. Die Ukraine war zuvor ein armes, nun ist sie ein geschundenes Land. Die Verwüstungen in Mariupol und Charkiw künden vom Leid einer Generation, die am 23. Februar des 21. Jahrhunderts ins Bett ging, um am 24. Februar in der brutalisierten Welt des 20. Jahrhunderts aufzuwachen.

Und dennoch: Wir dürfen die zarten Keime der Entspannung inmitten des Krieges nicht übersehen. Es gibt sieben Dinge, die uns keine Gewissheit, wohl aber Grund zu der Annahme geben, dass der Aggressor Putin seine besten Zeiten hinter sich hat:

1. Militärisch ist sein Aufmarsch ins Stocken geraten. Die Ukraine, sagt ein Nato-Berater der „Financial Times“, werde mit Waffen regelrecht geflutet. CNN, mit Berufung auf das Pentagon, spricht von etwa 17.000 Panzerabwehrwaffen und 2.000 Stinger-Raketen, die man bereits in die Ukraine gebracht hätte.

Das zeigt Wirkung. Ukrainische Streitkräfte haben Irpin, nordwestlich von Kiew, zurückerobert. Die russischen Streitkräfte außerhalb Kiews „verschanzen sich“ und „errichten Verteidigungspositionen“, so ein Pentagon-Mitarbeiter gegenüber dem Economist.

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