Ukraine-Krieg: Folgen für Europa: Neuordnung der Welt

Kriegsschäden in der Ukraine

es sind verstörende Nachrichten, die uns in dieser Nacht erreichen. Auf dem Gelände von Europas größtem Atomkraftwerk, das im Süden der Ukraine in der Nähe der 760.000 Einwohnerstadt Saporischschja liegt, hat es gebrannt.

Der ukrainische Präsident sprach von gezieltem Beschuss und fordert von der Bundesregierung Panzer, U-Boote und Flugzeuge. Die Russen sagen, sie hätten die Anlage besetzt, um sie zu schützen.

Fakt ist: Das Feuer ist in einem Labor und in einer Ausbildungsstätte des AKW ausgebrochen, also nicht in einem der vier Reaktorblöcke. Die zuständigen internationalen Behörden melden keine erhöhte Radioaktivität.

Wir sollten uns auch in diesen für die Ukraine und Europa schicksalhaften Stunden nicht dem Pessimismus hingeben. Die Ereignisse sprechen für sich und es ist angesichts der militärischen Ausweglosigkeit, in die unsere ukrainischen Nachbarn geraten sind, die Sprache der Not und die der Verzweiflung. Nicht wenige auf diesem innereuropäischen Kampffeld sprechen gar keine Sprache mehr, weil sie für immer verstummt sind.

Aber die Welt wird nicht aus Verzweiflung gebaut. In tröstender Absicht seien hier fünf Fakten genannt, die die begründete Zuversicht beinhalten, dass die westlichen und östlichen Nachbarvölker die richtigen Lehren ziehen aus diesem welthistorischen Drama:

1. Der Westen spürt sich wieder. Das Bürgertum, die Unternehmerschaft und die politische Elite rückten im Angesicht der äußeren Gefahr wieder enger zusammen. Werte wie die Meinungsfreiheit, die Gleichheit vor dem Gesetz, oder auch die Rechtsstaatlichkeit werden erneut als Kern vom Kern unserer Identität begriffen. Dieser Kern ist nicht mehr die Asche der Vorfahren, sondern ist die Glut unseres Lebens. Der Westen wärmt wieder.

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