Ukraine-Krieg: Selenskyj: Leben in der Eindimensionalität

Guten Morgen,

so wie der gute Christ nach Rom pilgert, so reist der gute Demokrat in diesen Tagen nach Kiew. Sein Petersplatz heißt Maidan. Nur, dass er hier nicht mit ein paar Fürbitten davon kommt.

Der Gott von Kiew ist kein gütiger, sondern ein zürnender Gott. Er kann nur durch üppige Opfergaben besänftigt werden, weshalb das Drei-Gänge-Menü, das Deutschland ihm nun serviert, deutlich großzügiger ausfällt als zunächst geplant:

Die 5000 Helme der ersten Kriegstage waren nur ein Gruß aus der Küche, leichte Waffen folgten als Primi Piatti, bevor nun der in der Vorratskammer der Bundeswehr gereifte Gepard als Hauptgericht aufgefahren wird. Zum Dessert serviert der Küchenchef Variationen von humanitärer Hilfe, für all diejenigen, denen die bisherigen Gänge des Menüs nicht gut bekommen sind.

Doch auch dieses Aufgebot kann den Kriegsgott in Kiew nicht besänftigen. Er verlangt Umkehr und Sühne von all jenen, die bis vor kurzen sich als Entspannungspolitiker zu erkennen gaben. Ihre Sünden wiegen schwer, weshalb der SPD-Bundespräsident – und Vorsicht: Schröder-Freund – seine Wallfahrt erst nach allerlei Vermittlungs- und Sühnearbeit wird antreten dürfen.

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