Zeitenwende in Deutschland: Putins Krieg und die Kanzlerwerdung des Olaf Scholz

Olaf Scholz © dpa

Guten Morgen

in der Krise sehen wir klarer. Der Pulverdampf über der Ukraine trübt zwar den Blick der TV-Kameras, aber fördert das Verstehen. Das Führungspersonal wird kenntlich, weil durch die Wucht der Ereignisse die bisherigen Rituale der Macht gesprengt werden.

Die alten Sprechzettel sind plötzlich bedeutungslos.

Der Regierungsapparat, der in normalen Zeiten schon durch seine Routinen dem Regierungschef Stabilität verleiht, tritt in den Hintergrund. Das Neue kommt von oben in die Regierung, oder es kommt gar nicht.

In diesen seltenen Momenten, in denen wir Geschichte als Gegenwart erleben, können wir den Anführer vom Mitläufer, den Leader vom Follower unterscheiden.

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