Die Russland-Krise: USA: (Versteckte) Friedensbotschaft an Putin

Guten Morgen,

die Zeichen stehen auf Krieg, könnte man meinen. Putin und sein weißrussischer Waffenkamerad Lukaschenko lieferten sich mit den westlichen Teilnehmern der Münchner Sicherheitskonferenz ein veritables Wettdrohen. Putin lässt erklären, dass Russland Nuklearwaffen an der Grenze zur Ukraine stationieren möchte.

Lukaschenko ergänzt:

Wenn unsere Gegner solch absurde Schritte unternehmen, werden nicht nur nukleare, sondern noch fortschrittlichere Waffen in Belarus stationiert, um unser Territorium zu schützen.

Antony Blinken © dpa

Inmitten dieser Kriegsrhetorik nutzte der amerikanische Außenminister Tony Blinken seinen Deutschlandbesuch auch dazu, eine verklausulierte Friedensbotschaft nach Moskau zu senden. Diese Botschaft blieb – da auch die Medien ganz auf Krieg eingestellt sind – weithin unbeachtet.

Stefan Kornelius © SZ

Der außenpolitische Kopf der Süddeutschen Zeitung Stefan Kornelius fragte Blinken im Interview:

Eine der Forderungen (Russlands, d. V.) ist der Abzug amerikanischer Soldaten von der Ostflanke der Nato. Sind Sie dazu bereit?

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