Frauenquote: CDU-Parteitagsbeschluss: Die Quote allein nützt nicht

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Mit dem Parteitagsbeschluss hat sich die CDU für die Frauenquote entschieden. Für eine echte Gleichstellung sind jedoch weitere Schritte und vor allem ein Umdenken vonnöten. Eine Analyse von unserer Pioneer-Expertin Elisabeth Motschmann.

Friedrich Merz hat geschafft, was jahrelang nicht möglich war: Die CDU hat eine Frauenquote, die sukzessive gelten soll. Das löst nicht nur Freude in der Partei aus. Die Mehrheit für die Quote auf dem Parteitag war knapp, aber Mehrheit ist bekanntlich Mehrheit.

Was ändert sich nun? Die Erwartungen von Seiten der Frauen sind ebenso groß wie die Skepsis vieler Männer und – wie man gesehen hat – auch vieler (junger) Frauen. Der Anteil von Frauen in der Mitgliedschaft wird nun nicht automatisch hochschnellen. Wer das erhofft hat, ist naiv.

35. Parteitag der CDU Deutschland in der Messe Hannover. © imago

Die Quote ist allerdings ein Signal, eine Einladung an Frauen, Mitglied zu werden und mitzumachen. Die Chancen für Frauen auf Mandate in Gremien und Parlamenten haben sich deutlich erhöht. Und diese Frauen haben gute Argumente, sich gegen den abgenutzten und falschen Vorwurf, sie seien „Quotenfrauen“, zu erwehren.

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