Unbequeme Diskurse nicht den Rechten überlassen

Aus Angst vor dem Verlust der eigenen Kultur zwingen einige erzkonservative Familien mit Zuwanderungsgeschichte ihren Kindern einen mittelalterlichen Ehrbegriff auf. Der Ursprung von Phänomenen wie überhöhter Machismo, männliche Gewaltbereitschaft und der Unterdrückung der Frau liege in der Verteufelung der weiblichen Sexualität.

Die Studentin und freie Journalistin Ninve Ermagan fordert, dass diese Probleme und die daraus resultierenden Diskussionen aus der Mitte der Gesellschaft heraus und auch aus links-liberalen Kreisen geführt werden müsse. Die Wortführerschaft in diesen Debatten dürfe nicht den Rechtspopulisten überlassen werden. Im Achten Tag plädiert Ninve Ermagan deshalb für eine Perspektivwechsel im Diskurs, der Rechtspopulisten die Deutungshoheit nimmt.

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