900 Millionen Fehltage pro Jahr - und jetzt?
Prof. Nicolas Ziebarth über Fehlanreize, Karenztage und Symbolpolitik.
Podcast mit der Laufzeit von
Kapitelmarken
Inhalte
Die Wirtschaft humpelt und irgendwas zwischen Arbeit, Kapital, Ruhestand und Freizeit ist spürbar in Dysbalance geraten.
Und aus einer Reihe interessanter Vorstöße aus der Union ist ein sehr konkreter herausgestochen: einer, der das Misstrauen von Politik und Wirtschaft gegenüber Angestellten ziemlich gut symbolisiert. Die Krankschreibung per Telefon soll auf den Prüfstand.
Und in der Tat: Deutschland gehört im internationalen Vergleich zur Spitzengruppe bei den Fehltagen. 19,5 Tage melden sich Beschäftigte hierzulande pro Jahr krankheitsbedingt von der Arbeit ab.
Sind sie wirklich häufiger krank? Liegt es an politischen Strukturen, oder haben wir eher ein Mindset-Problem?
Was lässt sich daran überhaupt politisch gestalten? Und was sagt die Ökonomie dazu?
Darüber spricht Alev Doğan mit dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Prof. Nicolas Ziebarth. Mit ihm wollen wir raus aus dem Bauchgefühl und rein in die Fakten: Wie entstehen krankheitsbedingte Fehlzeiten, was bedeuten sie volkswirtschaftlich und was wird in dieser Debatte unterschlagen?
Nämlich, dass es vielleicht gar nicht nur um Politik geht, sondern auch um Kultur und Führung.