Carsten Maschmeyer: „Merz ist zu ego getrieben”
Über Führungsschwäche, verlorenes Vertrauen und die Sehnsucht nach klarer Kommunikation.
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Seit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt blickt Deutschland anders auf sich selbst und auf seinen Kanzler. Friedrich Merz sucht die Gründe auch bei sich: Er wolle die Menschen künftig emotional erreichen. Ein Satz, der Einsicht zeigt und zugleich ein Dilemma offenbart.
Denn ein Kanzler kann Richtlinienkompetenz haben, eine Mehrheit im Bundestag, ein Kabinett voller Fachleute und trotzdem den Eindruck erwecken, das Land folge ihm nicht. Liegt das wirklich nur an den Emotionen? Was macht gute Führung eigentlich aus? Ein Handwerk, das man lernen kann, oder eine Gabe, die man hat oder nicht?
Im Achten Tag spricht der Unternehmer und Start-up-Investor Carsten Maschmeyer im Gespräch mit Alev Doğan so offen über den Bundeskanzler wie kaum ein anderer. Mit dem Blick eines Investors prüft er Merz wie ein Aufsichtsrat seinen Vorstandschef: Führungskompetenz, Teamvertrauen, klare Sprache – und die Frage, ob da noch ein Funke Begeisterung zu wecken ist.