Navid Kermani: „Nur das, was fremd ist, kann man bewundern.“
Über Müll auf den Straßen, Bequemlichkeit im Denken, hohe Ansprüche und Anspruchslosigkeit zugleich.
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Während Alev Doğan in den Sommerferien ist, schickt der Achte Tag Pia von Wersebe auf Deutschlandreise. Erste Station: Köln, genauer der Eigelstein – seit Jahrhunderten Durchgangsort für Händler, Pilger und Einwanderer, heute Wohnort von Navid Kermani, einem der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache und einer der gefragtesten Stimmen des Landes in politischen Debatten.
Kermani schreibt nicht nur Romane, sondern bereist auch Krisengebiete als Reporter. Im Gespräch geht es um die Frage, was man mit dem Privileg macht, nicht selbst in katastrophischen Verhältnissen zu leben und darum, wie sich der Begriff „kosmopolitisch" von einer Haltung zur Floskel gewandelt hat. Außerdem: warum die Kölner ihrer eigenen Stadt gegenüber oft so lieblos sind.
Der Auftakt einer mehrteiligen Sommerserie, die von unterschiedlichen Orten aus eine Momentaufnahme Deutschlands 2026 zeichnet.