Der 8. Tag: “Russlands imperialer Phantomschmerz”

Politikwissenschaftler Prof. Herfried Münkler über das machtpolitische Kalkül Putins und die Frage, ob der totgeglaubte Imperialismus zurückkehrt

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In Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine wird oft von den imperialen Machtansprüchen gesprochen. Was aber bedeutet das? Stimmt es, dass der Imperialismus, dieses vermeintlich Relikte der Vergangenheit, zurückgekehrt ist? Antworten auf diese Fragen gibt der Politikwissenschaftler Prof. Herfried Münkler im Gespräch mit Alev Doğan. Münkler beschreibt, wie Russland seinen imperialen Phantomschmerz zum Imperativ erhebe, um verlorene Gebiete – wie die Ukraine – wieder zurückzuerobern. Dabei sei Russland, so Münkler, “ein hinkender Imperiums-Kandidat”, das von diesem Krieg auf lange Sicht nicht profitieren könne. Im Achten Tag stellt Münkler auch die Vorteile dar, die ein Imperium durchaus hat, erklärt, weshalb die EU ein “imperialer Akteur mit gestutzten Flügeln” sei und wagt eine Prognose auf die Entwicklung der Lage in der Ukraine.

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