Unverbindlichkeit und die Kunst moderner Freundschaften
Soziologe Janosch Schobin über Netzwerke, Pandemie-Schocks und die Überforderung von Freundschaften.
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Freundschaft gilt als das Herzstück sozialer Beziehungen. Freier als Familie, ehrlicher als Kollegialität, belastungsfähiger als Bekanntschaft. Aber macht uns diese Freiheit auch unverbindlicher? Soziologe Janosch Schobin forscht zu Freundschaft und Einsamkeit und räumt mit einem weitverbreiteten Missverständnis auf: Unverbindlichkeit ist kein Zeichen von Egoismus, sondern ein Effekt von Freiheit und sozialer Komplexität.
In diesem Achten Tag spricht Alev Doğan mit Schobin darüber, warum die Pandemie das globale Freundschaftsnetzwerk bis heute nachwirkt, warum Freundschaften strukturell ungerecht verteilt sind – und warum wir Freundschaft als Gesellschaft gerade massiv überfordern.