Der 8. Tag

Warum Grönland von Trump profitieren könnte

Politikwissenschaftler Ebbe Volquardsen über Grönlands Autonomie, Geschichte und Gegenwart.

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Was ist das eigentlich für ein Ort, über den plötzlich weltpolitisch gesprochen wird, als ginge es um eine Schachfigur?

Grönland ist die größte Insel der Welt und zugleich ein Land mit kaum mehr Einwohnern als eine deutsche Kleinstadt. Ein Land aus Eis, Meer, großen Distanzen und aus politischen Abhängigkeiten, die bis heute nachwirken.

Grönland ist autonom, aber nicht unabhängig.

Selbstbewusst, aber ökonomisch unselbstständig.

Und politisch in einer seltsamen Zwischenwelt: Formal Teil des Königreichs Dänemark, geografisch Nordamerika, strategisch plötzlich im Zentrum globaler Machtfragen.

Das Parlament in Nuuk zählt 31 Abgeordnete für rund 56.000 Menschen. Gewählt wird alle vier Jahre.

In diesem Achten Tag spricht Alev Doğan mit dem Politikwissenschaftler Ebbe Volquardsen darüber, was die neue geopolitische Aufmerksamkeit für Grönland bedeutet.

Wie die Menschen vor Ort auf Donald Trump blicken. Warum sein Interesse als Zumutung empfunden wird und warum manche darin auch neue Spielräume erkennen.

Ebbe Volquardsen war viele Jahre Professor für Kulturgeschichte an der Universität Grönlands in Nuuk, hat dort gelehrt, geforscht und gelebt. Aus dieser Perspektive erklärt er, wie Grönland politisch funktioniert, in welcher Zwischenwelt sich das Land bewegt und was auf dem Spiel steht, wenn über Grönland gesprochen wird, ohne Grönland mitzudenken.

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