Was denken Sie über Deutschland, Katharina Grosse?
Über Kunst als Widerstand, Kontrollverlust und den Mut zur Grenzüberschreitung.
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Die Sommerpause ist vorbei und mit ihr die Gewissheit, dass sich in der Politik in der Zwischenzeit nichts Grundlegendes verändert hat. Aber zum Glück hält uns ja niemand auf, politische Gespräche mit Nicht-Politikern, nämlich mit Künstlerinnen zu führen.
Unser heutiger Gast ist eine der bekanntesten Künstlerinnen Deutschlands – und eine, die selten in Interviews zu hören ist. Katharina Grosse malt seit Jahrzehnten über Grenzen hinweg: Wände, Fassaden, ganze Plätze verwandeln sich unter ihrer Hand in überbordende, raumgreifende Werke.
Mit Alev Doğan spricht sie über ihre Sehnsucht, sich Territorium zu nehmen, ohne zu fragen. Über die Nähe von Malerei und Aggression, von Kontrolle und Kontrollverlust. Und über ihren Blick auf Deutschland, den sie immer wieder neu gewinnt, aus der Distanz zwischen ihrem Leben in Berlin und ihrem Atelier in Neuseeland.
Hören Sie ein Gespräch über Kunst als den Raum, in dem verhandelt wird, was sich woanders nicht mehr verhandeln lässt.