Was ist mit Deutschland los, Andreas Voßkuhle?
Präsident des Bundesverfassungsgerichts a.D. über Demokratie, AfD und Staatsvertrauen.
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Heute ist der 23. Mai, der Tag des Grundgesetzes. Vor 77 Jahren trat eine Verfassung in Kraft, die aus den Trümmern des Schlimmsten entstand. Ein guter Tag, um zu fragen: Wie steht es um diesen Staat?
85 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit ihrer Regierung. 28 Prozent wählen laut aktuellem Trendbarometer die AfD. Zahlen, an die man sich allmählich gewöhnt — und über die man trotzdem immer wieder stolpert.
Prof. Andreas Voßkuhle war zwölf Jahre lang Vizepräsident und Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Er kennt den Staat von innen – seine Mechanismen, seine Trägheit, seine Möglichkeiten. In diesem Achten Tag spricht Alev Doğan mit ihm über das unsichtbare Drittel, die Sehnsucht nach Disruption und die Frage, ob Demokratie erschöpft ist. Oder ob wir sie nur schlecht erzählen.