Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft”
The Pioneer Literatur-Podcast Edle Federn.
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In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin Fiona Sironic über ihren viel beachteten Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Gemeinsam sprechen sie über das Schreiben zwischen Gegenwart und Morgen, über literarische Weltentwürfe und darüber, warum Geschichten oft der beste Ort sind, um gesellschaftliche Fragen zu verhandeln.
Im Zentrum des Romans stehen drei junge Frauen in einer nahen Zukunft, die von Klimakrise, Artensterben und gesellschaftlicher Unsicherheit geprägt ist. Während die Erzählerin Era das Verschwinden von Vogelarten dokumentiert, versuchen die Schwestern Maja und Merle, sich gegen die digitale Vereinnahmung ihrer eigenen Kindheit zu wehren. Es geht um Erinnerung und Archive, um Identität und Selbstbestimmung – und um die Frage, wie junge Menschen ihren Platz in einer Welt finden, deren Versprechen brüchig geworden sind.
Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über dystopische und zugleich hoffnungsvolle Gesellschaftsbilder, über Gemeinschaft in Zeiten der Krise, über Wut als politische Kraft und über weibliche Figuren, die nicht länger darauf warten, dass andere die Welt für sie verändern.
Juli Zeh sagt über das Buch:
„Es erzählt von Freundschaft und von erster Liebe, von Loyalität und Verlust, von Menschen, die versuchen, einander Halt zu geben, während die Welt um sie herum immer instabiler wird. Und genau darin liegt die besondere Kraft dieses Romans. Er verbindet die großen Krisen unserer Zeit mit konkreten Lebensgeschichten. Dadurch wird aus einer Dystopie etwas Gegenwärtiges, aus einer politischen Geschichte eine zutiefst menschliche. Mit den Mädchen aus Fiona Sironics Roman scheint Veränderung plötzlich denkbar – vielleicht sogar eine bessere Welt.“
Ein Gespräch über Erinnerung, Verlust und politischen Widerstand – und darüber, warum Hoffnung manchmal genau dort entsteht, wo alles auf dem Spiel steht.