Juli Zeh spricht mit Theresia Enzensberger über „Auf See”
The Pioneer Literatur-Podcast Edle Federn.
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In dieser Folge von Edle Federn spricht Juli Zeh mit der Autorin und Journalistin Theresia Enzensberger über ihren Roman Auf See – eine literarische Dystopie, die zugleich ein Nachdenken über politische Utopien, alternative Gesellschaftsentwürfe und die Zerbrechlichkeit großer Ideen ist.
Im Zentrum steht eine künstlich geschaffene Inselgemeinschaft in der nahen Zukunft – gegründet aus Angst vor dem Kollaps der Weltordnung, getragen von libertären Idealen, erschüttert durch Realität und Machtstrukturen. Enzensberger erzählt die Geschichte zweier Frauen: Yada, die auf der Seestadt aufwächst, und Helena, eine gefeierte Künstlerin auf dem Festland – auf der Flucht vor Verantwortung, Ruhm und sich selbst.
Im Gespräch geht es um libertäre Fantasien und linke Gegenentwürfe, um Verantwortung, Kontrolle und die Frage: Was bedeutet Freiheit – individuell wie gesellschaftlich? Und warum mangelt es unserer Zeit an echten Utopien?
Juli Zeh sagt über Auf See: „Ein Roman wie die Brandung am Meer – Ideen prallen auf Wirklichkeit, scheitern, kehren zurück. Und hinterlassen Spuren.“
Ein Gespräch über Gemeinschaft, Selbstbestimmung – und die literarische Sehnsucht nach einem besseren Morgen.