Preisdeckel: Populistischer Quatsch
Warum die meisten Maßnahmen gegen steigende Energiepreise nicht viel bringen oder sogar schaden.
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Der Irankrieg treibt die Preise für Öl und Gas – und das wiederum befeuert die politischen Debatten. Klar zu sein scheint, dass die steigenden Kosten für Verbraucher und Unternehmen abgefedert werden müssen. Davon ausgehend werden einzelne Steuersenkungen, temporäre Tankrabatte und diverse Preisdeckel ins Zentrum gerückt. Nichts davon hält der Wirtschaftswissenschaftler Lars Feld für sinnvoll, er sagt:
„Ich finde es richtig, dass die Preissteigerungen, die jetzt über den Öl- und Gaspreis kommen, durchschlagen. Und ich würde der energieintensiven Wirtschaft auch nicht noch mal zusätzliche Subventionen verschaffen.“
Ähnlich sieht es der Wettbewerbsökonom und Energiemarkt-Experte Justus Haucap, wobei er insbesondere staatlich verordnete Obergrenzen für Preise ablehnt. Diese Art von Markteingriffen bezeichnet er als „populistische Quatschidee“, durch die Knappheiten eher verschärft würden.
Stattdessen sollte die Politik auf die strukturellen Reformen setzen, die ohnehin nötig sind, um der nun schon länger schwächelnden deutschen Wirtschaft eine selbsttragende, nachhaltige Dynamik zu ermöglichen.
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