Klausurtagung im Saarland: CDU muss Olaf Scholz loben

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Krisenzeiten sind Regierungszeiten. Und wenn dann noch ein SPD-Kanzler ein 100-Milliarden-Programm für die Bundeswehr verkündet, und sogar Applaus von Saskia Esken und Kevin Kühnert einheimst, wird es schwer für die CDU.

Die Solidarität mit der Ukraine steht dem Spitzenpersonal der CDU buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Die Vorstandsmitglieder, die an diesem Freitag vor der Industriehalle im saarländischen St. Ingbert ankommen, reihen sich zum Solidaritätsfoto ein.

Blau-gelbe Pappschilder, blaue und gelbe Corona-Schutzmasken.

Mitten drin CDU-Chef Friedrich Merz bei seiner ersten Vorstandsklausur als Vorsitzender und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans, der in zwei Wochen hier gerne gewählt werden will.

Doch Aufbruch und Neustart kommt an diesem Tag nicht vor.

Der Krieg in Europa überlagert die Klausur. Natürlich. Wie könnte es auch anders sein.

Und Friedrich Merz, der eigentlich Ideen gegen steigende Energiepreise und die hohe Inflation entwickeln wollte und so die CDU im Superwahljahr als Anwältin der Mittelschicht präsentieren wollte, muss jetzt erst mal der Bundesregierung in der Sicherheitspolitik huldigen.

Denn das 100-Milliarden-Euro Paket für die Bundeswehr und die Waffenlieferungen an die Ukraine hätten auch lupenreine CDU-Politik sein.

Ausgerechnet der Wahlkämpfer Tobias Hans spricht es hinter verschlossenen Türen aus.

Olaf Scholz habe die Kehrtwende rechtzeitig hinbekommen, lobt der CDU-Regierungschef.

Und weiter:

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