Zu viele Kandidaten, zu wenig Vorstandsplätze: Der Postenpoker in der CDU

Die CDU muss sich in der Opposition neu erfinden und personell erneuern. Letzteres scheint nicht ganz einfach für die vermeintliche Regierungspartei. Die Ehemaligen lassen nicht los, die Neuen buhlen um die wenigen verbliebenen Ämter.

Die CDU lernt nach 16 Regierungsjahren in diesen Tagen eine Lektion besonders schmerzhaft: Opposition ist Mist.

Vor allem, wenn es um Posten geht.

Denn in der einstigen Volkspartei gibt es zu viele ambitionierte Politikerinnen und Politiker für zu wenig Ämter. Eine Woche vor dem Bundesparteitag ist das Gerangel um den Bundesvorstand besonders heftig.

Vorläufiges Fazit:

Es gibt knapp 40 Bewerbungen für 26 Beisitzerposten.

Nachdem die Spitze mit dem designierten Vorsitzenden Friedrich Merz und seinen wahrscheinlichen Stellvertretern Carsten Linnemann, Michael Kretschmer, Silvia Breher und Karin Prien verteilt ist, konzentrierten sich die Machtkämpfe in den Landesverbänden auf die Prestigejobs in Präsidium und Vorstand.

Und bei den jüngeren Mandatsträgern in Bund und Ländern wächst der Unmut, dass frühere Regierungsmitglieder trotz der historischen Wahlniederlage im September vergangenen Jahres nicht loslassen können.

Das böse Wort vom "Elefantenfriedhof" macht die Runde.

Einige Beispiele: Die frühere Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Ex-Gesundheitsminister Hermann Gröhe wollen erneut in den Bundesvorstand, die ehemalige Integrationsbeauftragte und Bundesvorsitzende der Frauen Union, Annette Widmann-Mauz, tritt Parteikreisen zufolge für das Präsidium an.

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