Hauptstadt Das Briefing Spezial - Armin Nassehi: „Wir sind immer in Krisen“

Der Soziologe Armin Nassehi über Unbehagen und Überforderung in der Gesellschaft

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Corona-Krise, Klimakrise, Migrationskrise: Das Jahr 2021 wird als Krisenjahr in die Geschichte eingehen. Wie schon 2020. Und 2019. Findet dieser Krisen-Kreislauf je ein Ende?

Nein, meint der Soziologe Armin Nassehi und erläutert, weshalb unsere Gesellschaft stets im Krisenmodus ist, ja: sein muss. Im Gespräch mit Marina Kormbaki, politische Reporterin bei ThePioneer, legt Nassehi die tieferen Ursachen für die Störanfälligkeit unseres Zusammenlebens frei und zeigt auf, wie sich aus der Erfahrung ständiger Ungewissheit ein Unbehagen bei den Menschen breitmacht.

Wie kommt es, dass wir bei der Bekämpfung der Corona- und auch der Klima-Krise scheitern - obwohl wir doch wissen, was zu tun ist? Was passiert mit unserer Freiheit unter Druck? Und warum reden wir ausgerechnet jetzt so viel über Identitätspolitik? Fragen, auf die Nassehi Antworten hat.

Mit seinen Gegenwarts- und Gesellschaftsanalysen zählt Nassehi zu den einflussreichsten Geisteswissenschaftlern hierzulande. Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie hat er Landesregierungen sowie den Bund beraten und gilt der Politik als wichtiger Stichwortgeber, besonders den Grünen.