Auschwitz im Kalender, Antisemitismus jeden Tag
Hauptstadt - Das Briefing mit Jörg Thadeusz und Karina Mößbauer.
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Der Bundestag gedenkt der Befreiung von Auschwitz – und hört die eindringlichen Worte der Holocaust-Überlebenden Tova Friedman.
Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz fragen, was dieses ritualisierte Gedenken heute noch bedeutet, wenn Antisemitismus in Deutschland wieder offen zutage tritt: auf der Straße, in den sozialen Netzwerken und an Universitäten.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen nicht nur Rechtsextreme, sondern auch die stille Akzeptanz, das Wegsehen und die moralische Selbstentlastung in Teilen der politischen Mitte und der kulturellen Öffentlichkeit. Wo endet Erinnerung, wo beginnt Heuchelei? Und welche Konsequenzen hat das für politische Zusammenarbeit, Wahlentscheidungen und journalistische Verantwortung?
Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit der Berliner Unternehmerin und Autorin Jasmin Taylor über die brutale Unterdrückung der Proteste im Iran – und über ihre Forderung an die Bundesregierung, klarer Position zu beziehen und das Regime nicht länger zu beschönigen.
Im kürzesten Interview der Berliner Republik ordnet Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die politischen Aufreger der Woche ein – vom Koalitionsausschuss über die Teilzeitdebatte bis zur Lage in Minneapolis.
Zum Schluss richtet sich der Blick auf den Führungswechsel in Magdeburg, die strategischen Kalkulationen der Parteien der Mitte und die Frage, was Demokratie bedeutet, wenn Mehrheiten entstehen, die vielen nicht gefallen – aber dennoch Ausdruck politischer Realität sind.