„Die Demokratie von Weimar hatte eine Mehrheit der Deutschen gegen sich“
Hauptstadt Briefing: Das Sommer-Gespräch mit Heinrich August Winkler.
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Wie viel Weimar steckt wirklich im Deutschland des Jahres 2026? Der Verweis auf die Weimarer Republik gehört derzeit zum festen Repertoire politischer Debatten. Doch wie belastbar sind diese historischen Parallelen?
Im Gespräch mit Karina Mößbauer ordnet der Historiker Heinrich August Winkler ein, welche Vergleiche zur Weimarer Republik tragen – und wo sie in die Irre führen. Ausgangspunkt ist sein neues Buch „Deutsche Diskrepanzen“, in dem Winkler den wiederkehrenden Mustern der deutschen Geschichte nachspürt und zeigt, wie sie bis in die politischen Debatten der Gegenwart hineinwirken.
Es geht um die Stärke der AfD, die Lehren aus dem Scheitern der ersten deutschen Demokratie, den Umgang der politischen Mitte mit Populismus, die unterschiedlichen Prägungen Ost- und Westdeutschlands sowie die Folgen der Migrationspolitik seit 2015. Ein Gespräch darüber, welche Orientierung die Geschichte für die Gegenwart geben kann – und warum vorschnelle historische Vergleiche oft zu kurz greifen.
Redaktion: Stefan Rupp
Produktion: Till Robert Zobel