Eralps Angst und Berlins Milliardenrisiko
Das Hauptstadt Briefing mit Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz.
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Berlin steht vor einer möglichen Linksregierung und schon vor der Regierungsbildung wächst der Streit. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz diskutieren die Pläne von Elif Eralp, große Wohnungsunternehmen zu vergesellschaften, und den Versuch der Bundesregierung, dafür engere gesetzliche Grenzen zu setzen. Kann Berlin sich die milliardenschweren Entschädigungen überhaupt leisten? Und wäre es politisch klüger, die Linke ihre Pläne einfach umsetzen zu lassen?
Zusätzlichen Zündstoff liefert eine Spiegel-Recherche: Aus internen Kommentaren zu einem Interview geht hervor, dass Elif Eralp offenbar Angst vor Personen aus einem umstrittenen politischen Umfeld hat. Was bedeutet das für ihren Umgang mit Antisemitismusvorwürfen in den eigenen Reihen? Karina und Jörg sprechen über die Schwierigkeiten der Linken, Konsequenzen zu ziehen, die Rolle von SPD und Grünen und die Frage, ob die geplante Koalition überhaupt zustande kommt.
Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit dem Literaturwissenschaftler Peter-André Alt über sein Buch „Die Kanzler und die Intellektuellen“. Warum ließ sich Willy Brandt von Schriftstellern beeinflussen? Was machte Helmut Schmidt zum intellektuellen Kanzler? Und fehlt der heutigen Politik der kritische Austausch mit klugen Köpfen?
Zum Schluss sorgt der Fall einer Duisburger Lehrerin für Streit: Sie soll jahrelang mit gefälschten Krankmeldungen ihr volles Gehalt bezogen haben. Karina fordert strengere Kontrollen, Jörg warnt vor einer pauschalen Verurteilung des Berufsbeamtentums – und verrät, was er der Welt am liebsten zurückgeben würde.