Hauptstadt Briefing

„Man verdient einen Euro brutto mehr und hat netto 100 Euro weniger“

Hauptstadt Briefing: Das Sommer-Gespräch mit Prof. Andreas Peichl.

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Der deutsche Sozialstaat wächst – doch wie lange ist dieses System noch finanzierbar?

Im Gespräch mit Karina Mößbauer zeichnet der Ökonom und ifo-Forscher Prof. Andreas Peichl die Entwicklung der Sozialausgaben nach und erklärt, warum Deutschland bei unverändertem Kurs auf eine Sozialstaatsquote von 40 Prozent und mehr zusteuert.

Es geht um über 500 verschiedene Sozialleistungen, fehlende Transparenz, Bürokratie und ein System, das Arbeit in manchen Fällen kaum noch belohnt. Peichl erläutert, weshalb die Sozialstaatsreform aus seiner Sicht dringend beschleunigt werden muss, warum sich Wohngeld, Grundsicherung und Steuerrecht besser verzahnen sollten – und welche tiefgreifenden Reformen nötig wären, um den Sozialstaat langfristig finanzierbar zu machen. Ein Gespräch über die Zukunft des deutschen Sozialstaats, Reformmut und die Frage, wie soziale Absicherung einfacher, gerechter und nachhaltiger organisiert werden kann.

Redaktion: Stefan Rupp

Produktion: Till Robert Zobel

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