Merz bei Trump – Harmonie mit Risiko
Hauptstadt - Das Briefing mit Jörg Thadeusz und Karina Mößbauer.
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Friedrich Merz im Oval Office – und die Frage, was dieser Besuch wirklich wert ist: zwischen Trump-Show, Iran-Krieg und dem Versuch, Deutschlands Linie in Washington so zu formulieren, dass sie dort politisch anschlussfähig bleibt. Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz rekonstruieren, wie sich der Kanzler auf das Treffen vorbereitet hat, warum Donald Trump ihn ungewöhnlich offen umwirbt – und wo Merz dabei auffällig still bleibt: als Trump über europäische Partner herzieht und er nicht widerspricht.
Denn während Merz in Washington kurzfristig punktet, droht langfristig ein Preis: Was passiert, wenn aus Harmonie mit Trump Reibung mit London, Madrid und dem Rest Europas wird? Und wie gefährlich ist es, wenn selbst die USA auf die „Zeit danach“ im Iran keine erkennbare Strategie haben – außer militärischer Wucht?
Im Interview der Woche spricht Jörg Thadeusz mit Cem Özdemir über den Endspurt im baden-württembergischen Wahlkampf, über Regieren ohne Berliner Überbau – und über das Symbolprojekt Stuttgart 21: Kosten, Zeit, Zuständigkeiten, Verantwortung. Ein Gespräch über politische Glaubwürdigkeit, Infrastruktur-Frust und die Frage, wer eigentlich noch ernsthaft verspricht, Großprojekte zuverlässig zu Ende zu bauen.
Am Ende noch ein Blick in die AfD: Der Iran-Krieg sorgt dort für offenen Streit. Die Parteispitze kritisiert die Angriffe, andere stellen sich klar hinter Trump. In der Partei rumort es – und plötzlich wird sichtbar, wie weit die Positionen auseinanderliegen.