SPD auf Talfahrt, Reul mit Klartext und ein Satz für die Ewigkeit
Hauptstadt-Briefing mit Karina Mößbauer und Jörg Thadeusz.
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Die SPD steckt tief in der Krise. In den Umfragen fällt die Partei auf historische Tiefstwerte, während Parteichefin Bärbel Bas und Vizekanzler Lars Klingbeil unterschiedliche Signale in der Reformdebatte senden.
Jörg Thadeusz und Karina Mößbauer diskutieren, warum die Sozialdemokraten trotz Regierungsverantwortung kaum von eigenen Erfolgen profitieren, weshalb die Partei zwischen Pragmatismus und Ideologie ringt – und welche Rolle Gewerkschaften, Migration und die Frage nach der Reformfähigkeit des Landes dabei spielen.
Im Interview der Woche spricht Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul ungewöhnlich offen über den Vertrauensverlust in die Politik, den Aufstieg der AfD und die Herausforderungen für die innere Sicherheit. Es geht um Clankriminalität, Sozialleistungsbetrug, Migration, Grenzkontrollen und die Frage, wie Politik verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann. Seine Antwort klingt erstaunlich schlicht: Probleme benennen, weniger versprechen und Schritt für Schritt liefern.
Außerdem blicken Karina und Jörg zurück auf einen Satz, der Deutschland verändert hat. Vor 25 Jahren bekannte sich Klaus Wowereit mit den Worten „Ich bin schwul, und das ist auch gut so“ öffentlich zu seiner Homosexualität. Die stellvertretende Tagesspiegel-Chefredakteurin Anke Myrrhe kommentiert, warum dieser Satz bis heute nachwirkt – und weshalb die Debatte über gesellschaftliche Akzeptanz aktueller ist, als viele glauben.
Und zum Schluss geht es ins Schloss Bellevue: Dort eröffnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine ungewöhnliche Kunstausstellung vor der aufwändigen Renovierung des Gebäudes zwischen Staatsrepräsentation, Freiheitsversprechen und überraschenden Exponaten. Kostenlose Tickets gibt es hier auf der Homepage der Akademie der Künste.
Redaktion: Stefan Rupp
Produktion: Till Robert Zobel