Die Grünen: Anton Hofreiters Pläne für Europa

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Anton Hofreiter schien als Minister in einer Bundesregierung mit Grünen-Beteiligung gesetzt zu sein, doch es kam anders. Nun leitet der frühere Fraktionschef den Europa-Ausschuss des Bundestags. Ein Amt, mit dem Hofreiter weit über Berlin hinaus wirken möchte.

Anton Hofreiter breitet die Arme aus. All das gehöre nun zu ihm und seinem neuen Zuständigkeitsbereich, sagt der Grüne, während er durch einen luftig-lichten Trakt im fünften Stock des Paul-Löbe-Hauses schreitet.

Hier hat der Fachbereich Europa des Bundestags seine Büros; die wissenschaftlichen Experten sitzen Tür an Tür mit Hofreiter, dem neuen Vorsitzenden des Europa-Ausschusses im Bundestag.

Der kurze Weg zu Expertise kann nützlich sein, wenn man so neu im Fach ist wie Hofreiter.

Seit gut 16 Jahren ist Hofreiter, 52, Mitglied des Bundestags, die Hälfte davon als Grünen-Fraktionschef. In dieser Zeit machte sich der promovierte Biologe als Agrarexperte einen Namen; auch die Verkehrspolitik war sein Metier.

Aber Europa?

„Ich war schon als Fraktionsvorsitzender für das Thema Europa zuständig“, sagt Hofreiter in seinem neuen Besprechungszimmer. In den Bücherregalen ist noch viel freier Platz. Es gäbe ja kaum ein Thema ohne Europa-Bezug, so der Grüne. Er vermittelt den Eindruck, dass sein neuer Job der richtige ist.

Geplant war aber anderes.

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