Die Liberalen in der Krise : Aufwachen, FDP!

Die FDP befindet sich in einer schwierigen Abwärtsspirale. Wieder einmal. Warum? Sie ist zu sehr auf eine Person fixiert und macht neuerdings Subventionspolitik statt Ordnungspolitik.

Die FDP befindet sich in einer schweren Krise. Man könnte sagen: wieder einmal.

Die letzten Landtagswahlen waren für ihre Verhältnisse verheerend. In den starken Verbänden Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen wurden gerade mal knapp 6 Prozent erreicht. Dabei tragen diese Verbände mit dem Stammland Baden-Württemberg immer überdurchschnittlich zu den Bundestagswahlergebnissen bei.

Das sollte eigentlich alle wachrütteln, denen etwas am politisch organisierten Liberalismus gelegen ist.

Am desaströsen Wahlabend wurde die Aufarbeitung der Wahlergebnisse versprochen, einen Tag später sollte schon wieder zur Tagesordnung übergegangen werden. Ein einfaches Weiter so in der Regierung wird nicht ausreichen.

Es bewahrheitet sich wieder einmal eine alte Politikweisheit, wonach man Wahlen dreimal gewinnen muss. Nämlich am Wahlabend, dann bei den Koalitionsverhandlungen und schließlich beim Regieren.

Während das Wahlergebnis der FDP auch dank ihres starken Spitzenkandidaten Christian Lindner sehr gut war, sieht es jetzt beim Regieren verheerend aus: Falsche Themensetzung und handwerkliche Fehler dominieren die Wahrnehmung der Regierungs-Liberalen.

Dabei sind vier kardinale Fehler ausschlaggebend: Falsche Ressorts, falsche Themen, falsche Personen und die sträfliche Vernachlässigung der älteren Wählerinnen und Wähler.

Lesen Sie hier die schonungslose und tiefgreifende Analyse von Boris Petschulat, früher Leiter des Planungsstabs im Bundeswirtschaftsministerium und in der FDP-Bundestagsfraktion.

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