Scheidende Grünen-Chefs: Baerbock und Habeck: Verpatzter Abgang

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Annalena Baerbock und Robert Habeck sind die erfolgreichsten Parteichefs, die die Grünen je hatten. Doch zum Ende ihrer Amtszeit häufen sich Fehler und Versäumnisse. Über ein Spitzenduo, das sich selbst entzaubert hat.

Robert Habeck ist nach München gereist, um Bayern und seinen Ministerpräsidenten Markus Söder vom schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu überzeugen. Gemeinsam treten sie am Donnerstagvormittag vor die Presse. Der Klimaschutzminister hat sich für seine Mission große Worte zurechtgelegt: Habeck beschwört einen „ökologischen Patriotismus“, will von den Chancen der grünen Transformation reden.

Die Journalisten aber fragen nach den Ermittlungen, die die Generalstaatsanwaltschaft Berlin gegen die sechsköpfige Grünen-Spitze aufgenommen hat. Die Behörde geht dem Anfangsverdacht der Untreue nach.

Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne, l.) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München. © Imago

„Die Corona-Boni sind längst zurückgezahlt“, erwidert Habeck. „Ansonsten wird das jetzt noch einmal staatsanwaltlich ermittelt und aufgeklärt. Und dann, denke ich, wird das Kapitel auch endgültig abgeschlossen.“

Wenige Stunden später in Berlin. Annalena Baerbock will über Krieg und Frieden reden. Die Außenministerin tritt an der Seite ihres US-Kollegen Antony Blinken vor die Presse, es geht um die Ukraine, Russland, den Westen.

Doch auch Baerbock entkommt der Frage nach der Sonderzahlung in Höhe von 1500 Euro nicht, die die Parteiführung 2020 ihren Mitarbeitern in der Parteizentrale gewährte - und auch sich selbst.

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