Neuer Bundeswehr-Einsatz: Baerbocks Mission in Bosnien-Herzegowina

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Außenministerin Annalena Baerbock will die Bundeswehr nach Bosnien-Herzegowina entsenden. Dort soll die Truppe jenen EU-Einsatz stärken, aus dem sie sich vor zehn Jahren zurückzog. Baerbocks Schritt ist eine Reaktion auf die brenzlige Lage im Westbalkan - und auf den Krieg in der Ukraine.

Zufrieden waren Guido Westerwelle und Thomas de Maizière nicht, als sie ihren gemeinsamen Brief an die Fraktionschefs im Bundestag abschickten.

Der damalige Außenminister von der FDP und sein Kabinettskollege, der Verteidigungsminister von der CDU, stimmten im Juli 2012 die Abgeordneten auf das Ende des zu diesem Zeitpunkt bereits seit 17 Jahren laufenden Bundeswehr-Einsatzes in Bosnien-Herzegowina ein.

Unbefriedigend sei die innenpolitische Lage in dem Westbalkan-Staat, schreiben Westerwelle und de Maizière. Aber die einheimischen Sicherheitskräfte seien in den zurückliegenden Jahren imstande gewesen, die Sicherheit im Land zu gewährleisten. "Die Notwendigkeit einer abschreckenden militärischen Präsenz trat so mehr und mehr in den Hintergrund", heißt es im Brief.

Die Botschaft: Auftrag erfüllt.

Bald darauf, im November 2012, beendete die Bundeswehr ihren Einsatz in der EU-Militäroperation EUFOR Althea und zog aus Bosnien-Herzegowina ab.

Jetzt, zehn Jahre später, soll sie dorthin zurückkehren. So sehen es die Pläne von Außenministerin Annalena Baerbock vor.

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