Die CDU vor der Sachsen-Anhalt-Wahl: Böses Erwachen im Land der Frühaufsteher

In Sachsen-Anhalt wird am 6. Juni gewählt. Für die CDU geht es nur noch um Schadensbegrenzung: Darum, dass das Land regierbar bleibt. Kanzlerkandidat Armin Laschet warnt vor einem bösen Erwachen. Dabei hat er einen schweren Dämpfer bereits eingepreist.

Kerstin Godenrath kennt diese Zahlen. Natürlich hat die 42-Jährige Verwaltungsangestellte sofort einen Schrecken bekommen. Sie will ja in den Landtag in Magdeburg. Für die CDU.

Und nun das!

Die AfD plötzlich ganz vorn, die CDU abgesackt um zehn Prozentpunkte gegenüber der Wahl von 2016.

„Natürlich hat man da kein gutes Gefühl“, sagt sie.

Godenrath sitzt auf einer Bank im Zentrum von Halle. Um die Ecke am Hans-Dietrich-Genscher-Platz parkt ihr Ford, den Kofferraum voll mit Plakaten, Flyern und allem, was sie sonst noch so für den Wahlkampf-Stand später vor der Marktkirche braucht.

Sie steht übrigens an dem Platz, der unter anderem deshalb in die Geschichte eingegangen ist, weil dort vor nunmehr dreißig Jahren Eier flogen. Eier auf Helmut Kohl.

Nun muss man sich Sachsen-Anhalt in diesen Tagen nicht als Gegend vorstellen, in dem Eier auf CDU-Politiker fliegen. Aber leicht haben es die Christdemokraten im Augenblick nicht zwischen Altmark, Börde und Harz. Es droht ein weiterer schwerer Dämpfer für die CDU.

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