CDU-Politiker Heilmann: "Darum brauchen wir jetzt ein Impfregister"

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Bisher hat die Union noch keine Antwort auf die Impfpflicht-Debatte. Das soll sich jetzt ändern. CDU-Digitalexperte Thomas Heilmann über eine smarte Daten-Lösung, gezielte Aufklärung und die Impfpflicht als Ultima Ratio.

Herr Heilmann, uns liegt hier ein Konzept aus der Unionsfraktion vor - für ein Impfregister. Was hat es damit auf sich?

Heilmann: Wir diskutieren in der Unionsfraktion gerade über ein Modell, das der Lage angemessen ist. Ich bin der zuständige Berichterstatter für die Frage eines Impfregisters. Mich treibt diese Herausforderung um. Wir müssen die Pandemie endlich überwinden.

Sind Sie denn uneingeschränkt überzeugt, dass uns Impfen aus dieser Pandemie herausführt?

Heilmann: Ja, das bin ich. Ich bin selbst geimpft und geboostert. Nur mit Impfen bekommen wir alle genug Immunität. Deshalb bin ich uneingeschränkt dafür.

Darf der Staat sich herausnehmen, das Impfen zur Pflicht zu machen?

Heilmann: Wenn es im Herbst erneut Kontaktbeschränkungen geben müsste, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, wäre ich für eine Impfpflicht. Aber auch nur dann. Kontaktbeschränkungen wären aus meiner Sicht der schlimmere Grundrechtseingriff als eine Impfpflicht.

Keine Impfpflicht, Impfpflicht ab 18, Impfpflicht ab 50 - im Bundestag wird es einige Anträge geben. Mit keinem davon kann sich die Union anfreunden, stimmt?

Heilmann: Keiner der bisher angekündigten Anträge ist zustimmungsfähig. Es gibt mildere und effektivere Mittel als das, was dort vorgeschlagen wird.

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