Wahlkampf in Bayern: CSU im Laschet-Tief

Der Union droht der Verlust des Kanzleramts. Das hat auch mit dem schwierigen Verhältnis von CDU und CSU zu tun, aber nicht nur. Unterwegs in Bayern, wo Armin Laschet persönlich viel gelernt hat, Markus Söders Unzufriedenheit wächst und der Wahlkampf der CSU zum Krampf wird.

Und dann regnet es auch noch. Oder besser gesagt: Es schüttet.

Markus Söder lässt sich für den Weg zur Bühne den Regenschirm reichen. „Macht Euch nichts vor. Das Hauptziel der anderen ist: ohne uns“, ruft der CSU-Chef den fröstelnden Zuhörern auf der Tribüne des Illerstadions von Kempten zu. „Wir haben lange geführt. Jetzt geht es darum, alle Kräfte zu mobilisieren.“

Es sind Weckrufe wie diese, die der CSU-Vorsitzende bei seiner laufenden Wahlkampf-Tour durch kleinere Stadien in Bayern zum Besten gibt. Christsoziale Selbstbeschwörung.

„Was ist denn die Alternative?“, fragt Söder sein Publikum. „Eine bürgerliche Regierung oder ein Linksrutsch? Ich finde, Deutschland hat eine bürgerliche Regierung verdient.“

Hier auf der Tribüne sind die treuesten Anhänger der CSU im Allgäu versammelt. Es gibt freundlichen Applaus, das ja. Aber Stimmung will aber nicht so recht aufkommen an diesem Abend.

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