Die CDU nach der Bundestagswahl : Der Osten hat Laschets Kanzlertraum zerstört

 © Imago

Man kann eine Bundestagswahl in den neuen Ländern nicht gewinnen, wohl aber verlieren, lautet eine alte Politiker-Weisheit. Sie bestätigt sich nun einmal mehr: Laschet hat das Kanzleramt verloren, weil die CDU im Osten besonders stark verloren hat - und vorher viele Fehler machte. 

Sie glaubten, sie könnten es schaffen.

Und sie waren klammerten sich an diese Hoffnung.

Bis zuletzt.

Mike Mohring zum Beispiel. Der frühere CDU-Partei- und Fraktionschef aus Thüringen hatte im Bundestag Großes vor. Berlin war für ihn mit der Hoffnung verbunden, noch einmal etwas ganz Anderes zu machen. Neue Themen, neue Posten.

Mohring trat im Wahlkreis Jena, Sömmerda und Weimarer Land I an. Kanzlerkandidat Armin Laschet kam Anfang September vorbei, um für den Kandidaten zu werben.

Jessica Heller ist ein anderer Name. Die 31-Jährige Intensivkrankenschwester kandidierte für die CDU im Wahlkreis Leipzig II - und hatte sich insgesamt gute Chancen ausgerechnet. Wenn sie schon nicht im Wahlkreis gewinnen würde, dann könnte doch zumindest Listenplatz Sechs ausreichen. Dann jedenfalls, wenn die Kolleginnen und Kollegen auf den Plätzen davor ihre Direktmandate holen würden.

Georg Günther zum Beispiel, der Mann, der im Kanzlerinnen-Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern angetreten war. Junge-Union-Chef im Nordosten ist er. Ein aussichtsreicher Kandidat, wie es schien, denn er hatte besonders viele prominente Unterstützer - von Friedrich Merz bis hin zu Merkel, die im Wahlkampf-Endspurt Vor-Ort-Termine mit ihm machte.

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