Bundestag: Der Aufstand der Bundestags-Fahrer

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Sie lieben ihren Job. Sie chauffieren im Auftrag des Bundestages Abgeordnete durch Berlin - für 15 Euro die Stunde. Einen Tarifvertrag gibt es nicht. Das könnte sich bald ändern. Ein Blick hinter die Kulissen. 

Es war einer dieser Momente, in denen Politik auf die Wirklichkeit trifft. Ausgerechnet in seiner ersten Woche als gewählter Abgeordneter. Ein „Schockerlebnis“, sagt Erik von Malottki.

Der SPD-Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern ließ sich zum Bundestag bringen und kam mit dem Mann am Steuer der Limousine ins Gespräch.

Was der Parlamentsneuling von Malottki dabei erfuhr: Es gibt keinen Tarifvertrag für die Fahrer, die Abgeordnete in Berlin chauffieren. Nur einige wenige, die direkt beim Bundestag angestellt sind, bekommen Tariflohn.

„Wahnsinn“, fand von Malottki.

Er sprach das Thema in der ersten Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion nach der Wahl an. „Arbeite jetzt an einer Initiative um diesen Missstand so schnell wie möglich zu beenden“, twitterte er.

Niedriglöhne für MdB-Fahrer, das gehe gar nicht.

In dieser Woche wird das Thema im Berliner Regierungsviertel noch einmal besonders im Fokus stehen.

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