Deutschlands falsche Afrika-Politik : Warum wir kein Entwicklungsministerium brauchen

Der ehemalige Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Uganda, Albrecht Conze, formuliert sieben Thesen für eine Reform unserer Entwicklungspolitik.

Lampedusa, Schlauchboote, Schlepperbanden, Angst vor der großen Wanderung hier, Träume davon dort – zwischen Europa und Afrika ist im letzten Jahrzehnt eine Schieflage eingetreten.

Sie lässt sich nicht auf drastische Bilder reduzieren, die uns jeden Sommer erreichen. Denn unter deren Oberfläche sind seit dem Beginn des Jahrhunderts tektonische Verschiebungen im Gange, deren Ausmaß und Bedeutung wir gerade erst anfangen zu begreifen.

Niemand in Deutschland hat dies klarer erfasst als Afrikas wichtigster Anwalt bei uns, der frühere Bundespräsident Horst Köhler. Zwar konstatiert er unlängst mehr politische Aufmerksamkeit für den Kontinent, ablesbar unter anderem an der höheren Reisefrequenz der Bundeskanzlerin: sie bereiste Afrika in den letzten fünf Jahren achtmal. Ein halbes Dutzend Bundesministerien, so Köhler, hat eigene Afrika-Strategien, „so viele, dass ich in Afrika darüber bisweilen Verwirrung feststelle“.

Zu Recht kritisiert er aber, dass wir die Afrika-Politik allzu häufig in einem Atemzug mit dem Modewort Fluchtursachenbekämpfung nennen.

Pioneers lesen den Beitrag hier kostenfrei.

Pioneer Expert, Ehemaliger deutscher Botschafter in Uganda.

Weiterlesen?Join ThePioneer!

Werden Sie jetzt Pioneer und erhalten Sie Zugang zu allen journalistischen Inhalten und unserem Medienschiff ThePioneer One.

Ich komme an Bord

Schon Pioneer?

In der Mitgliedschaft enthalten
Lädt...